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NIS2: Lieferanten-Wertschöpfungsketten und kritische Infrastrukturen – ein unterschätztes Risiko

Viele Organisationen sind der Ansicht, ihre Cybersicherheit unter Kontrolle zu haben. Dabei übersehen sie jedoch allzu häufig die sichtbaren und unsichtbaren Abhängigkeiten innerhalb ihrer Wertschöpfungskette. Diese betreffen Systeme, Daten und Datenflüsse, die auf einer Vielzahl von Lieferanten beruhen. Im Rahmen von NIS2 stellen solche Abhängigkeiten eine erhebliche Schwachstelle dar. Oft unsichtbare Abhängigkeiten In der Praxis […]

Viele Organisationen sind der Ansicht, ihre Cybersicherheit unter Kontrolle zu haben. Dabei übersehen sie jedoch allzu häufig die sichtbaren und unsichtbaren Abhängigkeiten innerhalb ihrer Wertschöpfungskette. Diese betreffen Systeme, Daten und Datenflüsse, die auf einer Vielzahl von Lieferanten beruhen. Im Rahmen von NIS2 stellen solche Abhängigkeiten eine erhebliche Schwachstelle dar.

Oft unsichtbare Abhängigkeiten

In der Praxis verfügen nur wenige Organisationen über einen klaren Überblick über ihr gesamtes Ökosystem. Manche glauben zu wissen, wo ihre Daten gehostet werden, obwohl die Realität weitaus komplexer ist. Bei einem unserer Kunden aus der Chemiebranche liefen die Datenflüsse über mehr als zwanzig Lieferanten in mehreren Ländern, von denen sich einige außerhalb der Europäischen Union befanden.

Eine solche Situation führt häufig zu:

• mangelnder Transparenz der Datenflüsse
• Schwierigkeiten bei der Risikobewertung
• einem hohen Aufwand beim Nachweis der Compliance

Jeder Lieferant stellt ein potenzielles Risiko dar

In bestimmten Branchen, beispielsweise im Gesundheitswesen, übermitteln Geräte Daten an externe Lieferanten, ohne dass die Organisation die damit verbundenen Datenflüsse oder Verträge vollständig kontrolliert.

Zu den konkreten Risiken zählen:

• Verlust der Kontrolle über die Daten
• Abhängigkeit von Dienstleistern
• erhöhte rechtliche Risiken

Kritische Infrastrukturen: ein allzu häufig auftretender Dominoeffekt

In stark vernetzten Umgebungen bleibt ein Vorfall niemals isoliert.

Der Ausfall eines kritischen Lieferanten kann sich in Verbindung mit mangelnder Transparenz über unkontrollierte Datenflüsse und unsichtbare Abhängigkeiten schnell ausbreiten.

Was zunächst wie ein externes Risiko erscheint, wirkt sich dadurch unmittelbar auf IT-Systeme, Daten, Betriebsabläufe und Kunden aus.

Cybersicherheit beschränkt sich nicht länger auf den Schutz des internen Bereichs einer Organisation. Sie beruht vielmehr auf der Fähigkeit, das gesamte Ökosystem zu verstehen, Risiken frühzeitig zu erkennen und die bestehenden Abhängigkeiten zu beherrschen.

Was sich durch NIS2 ändert

Die Richtlinie verpflichtet Organisationen dazu, ihre Lieferkette in die Cybersicherheitsstrategie einzubeziehen. Sie müssen insbesondere ihre kritischen Lieferanten identifizieren, ihre Datenflüsse verstehen und die damit verbundenen Abhängigkeiten in ihr Risikomanagement integrieren. Cybersicherheit reicht nun über die Grenzen der Organisation hinaus.

Die Kontrolle zurückgewinnen

Angesichts dieser Herausforderungen besteht die Priorität darin, einen klaren und strukturierten Ansatz zu entwickeln: Systeme und Datenflüsse abzubilden, Abhängigkeiten von Lieferanten zu analysieren und diese Elemente in die Governance zu integrieren. Fortschrittliche Organisationen beschränken sich nicht darauf, zusätzliche Tools einzusetzen. Sie entwickeln eine ganzheitliche und kohärente Sicht auf ihre Cybersicherheit.

Die mit Ihren Lieferanten verbundenen Risiken sind nicht immer sichtbar – aber sie sind sehr real.

Abhängig vom gewählten Referenzrahmen müssen die betroffenen Einrichtungen eine Frist von 18 oder 30 Monaten einhalten. Diese Frist wird entweder ab dem Inkrafttreten des NIS2-Gesetzes oder ab dem Datum ihrer Identifizierung durch das CCB berechnet. Daher ist es entscheidend, bereits jetzt die Kontrolle über Ihre Wertschöpfungskette zurückzugewinnen.

TPO Solutions unterstützt Sie dabei, Ihre Cybersicherheit strukturiert aufzubauen, Ihre Abhängigkeiten von Lieferanten zu analysieren und Ihre kritischen Infrastrukturen abzusichern.

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👉 Kontaktieren Sie uns:

Sabine Mersch
info@tpo.solutions
+32 87 71 02 00
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